| Webseite: | http://www.henkel.de |
| Investor Relations: | |
| Wikipedia: | http://de.wikipedia.org/wiki/Henkel_KGaA |
| Bereich: | Konsumgüter |
| Henkel | |
|---|---|
| Unternehmensform | AG & Co. KGaA |
| ISIN | DE0006048432 |
| Gründung | 1876 |
| Unternehmenssitz | Düsseldorf, Deutschland |
| Unternehmensleitung |
|
| Mitarbeiter | 52.307 (2007) |
| Umsatz | 13,074 Mrd. EUR (2007) |
| Produkte |
Wasch-/Reinigungsmittel, Kosmetik/Körperpflege, Klebstoff-Technologien |
| Website | www.henkel.com |
Der Henkel-Konzern ist ein börsennotierter Chemiekonzern mit Hauptsitz in Düsseldorf-Holthausen, das auf drei strategischen Geschäftsfeldern aktiv ist: „Wasch- und Reinigungsmittel“, „Kosmetik und Körperpflege“ sowie „Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik“. Das Unternehmen ist in 125 Ländern der Welt vertreten. Von den über 52.000 Mitarbeitern sind ungefähr 80 Prozent außerhalb Deutschlands tätig. Der Unternehmensleitsatz ist A Brand like a Friend.
Am 27. Februar 2008 kündigte Henkel ein weltweites Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit an, um ab 2011 Einsparungen in Höhe von jährlich ca. 150 Mio. Euro zu realisieren. Aufgrund dieses Programms sollen bis zu 3000 Stellen weltweit gestrichen werden.[1]
Am 7. Juli 2008 wurde die Verlagerung der Waschmittelproduktion vom Standort Genthin an den Hauptsitz in Düsseldorf zum Ende des Jahres 2009 angekündigt. Die noch am Standort Genthin verbleibenden Produktionsteile sollen verkauft werden. Henkel zieht sich damit vollständig von diesem Traditionsstandort zurück, den das Unternehmen nach der politischen Wende in der ehemaligen DDR zurückgekauft hatte. Von der Schließung des Standortes werden ca. 190 Beschäftigte direkt betroffen sein.
2000 gründete die Firma Henkel KGaA mit der Technischen Universität Darmstadt und einer Gruppe von 6 hochrangigen Hochschulprofessoren als Gesellschafter die Forschungsfirma SusTech Darmstadt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte das neuartige Beispiel für „Public Private Partnership“ in vielen Bereichen mit mehreren Millionen Euro gefördert. Der Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt lag auf dem Feld der Nanotechnologie. Im Zuge der angekündigten Restrukturierung erwarb die Firma Henkel KGaA nach 8 Jahren 100% der Firmenanteile. Wenige Tage später wurde die Schließung der Firma zum 31. Dezember 2008 bekannt gegeben.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Die drei strategischen Geschäftsfelder sind innerhalb von Henkel wiederum in drei Unternehmensbereiche gegliedert:
- Wasch-/Reinigungsmittel
- Kosmetik/Körperpflege sowie
- Klebstoff-Technologien
Henkel ist heute mit Marken wie Persil, Weißer Riese, Spee, Dixan, Vernel, Somat, Sidolin, Bref und dato im Bereich Wasch-/Reinigungsmittel aktiv. Die Produktpalette reicht von Universalwaschmitteln über Spezialwaschmittel und Weichspüler bis hin zu Bad- und Glasreinigern.
Der Konzern beherbergt einige Marken im Bereich Kosmetikmarkt (u. a. Fa, Schauma, Taft, Gliss Kur, Diadermine und Seborin) und stellt Produkte, angefangen von Haarfärbemitteln, Haarpflegemitteln über Hautcremes, Seifenprodukte, Hygieneprodukte bis hin zu Parfüms (Henkel Fragrance Center, Krefeld), her.
Für industrielle Abnehmer liefert Henkel Klebstoffe insbesondere im Verpackungssektor, aber auch für Heimwerker. Bekannte Marken hier sind: Pritt, Pattex, Duck, Ceresit, Sista, Tangit und Dufix.
Industrieklebstoffe und Dichtstoffe, Oberflächenbehandlungen und Konstruktionsklebstoffe von Henkel werden in einer Vielzahl von Branchen verwendet – unter anderem in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Elektronik und Medizintechnik. Die bekanntesten Marken sind Liofol, Teroson und Loctite.
- Hans Schwarzkopf & Henkel GmbH, Hamburg
- SHC Beauty Cosmetics GmbH, Grundelfingen
- Schwarzkopf & Henkel Production Europe GmbH & Co. KG, Düsseldorf
- Henkel Loctite-KID GmbH, Garching
- Elch GmbH, Leverkusen
- CHEMOFAST Anchoring GmbH, Willich-Münchheide
In den USA erweiterte Henkel seine Geschäftsaktivitäten durch den Kauf der Dial Corporation (der derzeitig umsatzstärksten Henkel-Unternehmung in den USA, 2400 Beschäftigte). Henkel verfügte im Jahr 2006 über 35 Produktionsstandorte in den USA.
In China hat Henkel mehr als 20 Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen mit ca. 5000 Beschäftigten. Der Auslandsumsatz der Henkel-Gruppe steigerte sich zwischen 2003 und 2005 von 7,23 Mrd. € auf 9,70 Mrd. €.
Im Henkel-Smile-Programm bündelt Henkel alle über die Geschäftstätigkeit hinausgehende Engagements für die Gesellschaft. Es umfasst Förderprojekte in den Bereichen Community Involvement, Spendenmanagement und Corporate Volunteering/„MIT-Initiative“.
In der MIT-Initiative (Miteinander im Team) fördert das Unternehmen vor allem soziale Projekte von öffentlichem Interesse, bei denen sich Mitarbeiter und Pensionäre von Henkel ehrenamtlich engagieren. Seit Gründung der Initiative im Jahr 1998 konnten insgesamt 4.574 MIT-Projekte in 105 Ländern gefördert werden, darunter 1.125 Kinder-Projekte. [3]
- 1876 Fritz Henkel gründet die Waschmittelfabrik Henkel & Cie in Aachen.
- 1878 Mit Henkel’s Bleich Soda beginnt die Unternehmensgeschichte von Henkel. Umzug nach Düsseldorf.
- 1886 Henkel eröffnet in Wien das erste Verkaufsbüro im Ausland.
- 1900 Produktionsbeginn in Düsseldorf-Holthausen.
- 1903 Die Firma Schwarzkopf (Tochtergesellschaft von Henkel seit 1995) bringt das erste Haarwaschpulver heraus.
- 1907 Produktionsbeginn von Persil, laut Henkel das „erste selbsttätige Waschmittel der Welt“.
- 1921 Inbetriebnahme eines zweiten Werkes zur Persilproduktion in Genthin
- 1922 Beginn der Klebstoff-Produktion für den Eigenbedarf.
- 1929 Henkel beginnt mit der Vermarktung von P3-Reinigern für Industrie und Handwerk.
- 1945 Enteignung des in der Sowjetischen Besatzungszone gelegenen Persil-Werks in Genthin.
- 1948 Poly Color wird von TheraChemie eingeführt, ein flüssiges Haarfärbemittel.
- 1950 Kauf der Dreiring-Werke KG, Krefeld
- 1950 Kauf der TheraChemie: flüssige Haarfarbe Polycolor.
- 1951 Markteinführung des Spülmittels Pril in Pulverform durch die (ehemals Chemnitzer) Henkel-Tochter „Böhme Fettchemie“.
- 1954 Markteinführung der Feinseife Fa durch die Dreiring-Werke.
- 1956 Henkel schreibt Fernsehgeschichte: Werbung für Persil ist erster kommerzieller TV-Spot im deutschen Fernsehen.[4] [5]
- 1958 Gründung der Dr.-Jost-Henkel-Stiftung anlässlich des 25-jährigen Dienstjubiläums von Dr. Jost Henkel, einem Enkel des Firmengründers
- 1962 Markteinführung des Geschirrspülmaschinenreinigers Somat.
- 1968 Erwerb der „Erste deutsche Dampflebertranfabrik Oscar Neynaber Co AG“, heute Oscar Neynaber & Co AG in Loxstedt, Bremerhaven
- 1967 Henkel übernimmt LANG APPARATEBAU. [1]
- 1969 Pritt, der erste Klebestift, kommt auf den Markt.
- 1970 Patentanmeldung des Phospatersatzstoffes Zeolith A in Waschmitteln.
- 1975 Henkel wird Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
- 1985 Henkel geht in Deutschland an die Börse.
- 1990 Rückkauf des 1945 von sowjetischen Militärbehörden enteigneten Persil-Werks in Genthin.
- 1997 Die Übernahme von Loctite macht Henkel nach eigenen Angaben zum „weltweit führenden Spezialisten für Klebstoffe“.
- 1999 Ausgliederung des Unternehmensbereichs Chemieprodukte und rechtliche Verselbstständigung unter dem Firmennamen Cognis.
- 2001 Cognis, der ehemalige Unternehmensbereich Chemieprodukte, wird an eine Gruppe von Finanzinvestoren verkauft.
- 2002 Henkel verwirklicht unter dem Slogan „Henkel – A Brand like a Friend“ und mit neuem Corporate Design erstmals einen weltweit einheitlichen Auftritt des Konzerns.
- 2003 Henkel tritt dem Global Compact der Vereinten Nationen bei
- 2004 Der Erwerb der Dial Corporation, Scottsdale/Arizona (USA), ist die bis dahin größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte.
- 2006 Henkel feiert das 130-jährige Firmenjubiläum als "Jahr der Innovationen".
- 2008 Henkel erwirbt von Akzo Nobel die Klebstoff- und Electronic Materials-Geschäfte (National Starch) von ICI für rund 3,7 Mrd. Euro. Die hinzugekauften Geschäftsfelder haben einen Umsatz von rund 1,83 Mrd. Euro.
| Jahr | Umsatz | Ergebnis vor Steuern | Jahresüberschuss | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|---|
| 2001 | 9.082 Mio. EUR | 734 Mio. EUR | 426 Mio. EUR | 47.362 |
| 2002 | 9.656 Mio. EUR | 664 Mio. EUR | 431 Mio. EUR | 47.203 |
| 2003 | 9.436 Mio. EUR | 768 Mio. EUR | 530 Mio. EUR | 48.328 |
| 2004 | 10.592 Mio. EUR | 808 Mio. EUR | 551 Mio. EUR | 49.947 |
| 2005 | 11.974 Mio. EUR | 1.042 Mio. EUR | 770 Mio. EUR | 51.724 |
| 2006 | 12.740 Mio. EUR | 1.176 Mio. EUR | 871 Mio. EUR | 51.716 |
| 2007 | 13.074 Mio. EUR | 1.250 Mio. EUR | 941 Mio. EUR | 53.107 |
Die Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf widmet sich intensiv der Wissenschaftsförderung.
Die Dr.-Jost-Henkel-Stiftung betreut und unterstützt talentierte Studenten/innen aller gesellschaftlich und wirtschaftlich zukunftsweisenden Fakultäten.
- Rüdiger Liedtke: Wem gehört die Republik? Die Konzerne und ihre Verflechtungen in der globalisierten Wirtschaft – 2007 – Namen, Zahlen, Fakten. Eichborn Verlags AG, Frankfurt a. M., Oktober 2006, S. 213–219.
- ↑ Henkel leitet Maßnahmen zur Steigerung der langfristigen Ertragskraft ein, 27. Februar 2008
- ↑ Pressemitteilung der TU Darmstadt, 05.September.2008
- ↑ Henkel Nachhaltigkeitsbericht 2006
- ↑ http://www.kress.de/cont/spot.php?spot=101
- ↑ http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2006/11/03.jhtml
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