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Die Net AG ist Einigen vielleicht noch aus den "guten alten Zeiten" des Neuen Marktes bekannt. Zur Höchstzeit des damaligen Wahnwitzes musste man 38 Euro für eine Aktie bezahlen. Fangen konnte sich der Wert erst wieder deutlich unter 1 Euro, aber immerhin, die Firma hat im Gegensatz zu vielen anderen Titeln aus diesem Segment überlebt.
Die Firma bietet heute Vermarktungslösungen für Software-Entwickler und IT-Dienstleistungen an.
Im vergangenen Geschäftsjahr hat man ein positives Unternehmensergebnis gehabt, Umsatz- und Gewinnwachstum, aber weitere Verschlechterung des operativen Cash-flows von -1,37 Mio. Euro noch im vorangegangenen Geschäftsjahr auf jetzt -1,90 Mio.
Jüngst hat man sich von Unternehmensteilen im IT-Bereich getrennt, nach eigener Aussage um "Verbindlichkeiten zu tilgen, das Geschäftsfeld Vermarktungslösungen auszubauen und die internationale Vertriebsstruktur zu stärken".
Für das laufende Geschäftsjahr hat man eine voraussichtliche Ergebnisbelastung von 1,5 Mio. Euro und "eine vorsichtige Einschätzung für den Verlauf dieses Geschäftsjahres durch eine zurückbleibende Entwicklung im Inlandsgeschäft" veröffentlicht. Eine "Produktoffensive" und "kostensenkende Massnahmen" will man dagegen setzen, nennt aber keine Details dazu.
Ende September letzten Jahres hat man einen spanischen Software-Produzenten geschluckt. Durch dieses "organische Wachstum" erhofft man sich "eine deutliche EBIT und Umsatzsteigerung".
Zwei ausgewiesene Fans hat die Aktie in SES Research und dem Börsenbrief "Der Spekulant": Das Analystenhaus hat sein Kursziel für Net AG zwar vor anderthalb Woche von 2,10 Euro auf 1,80 gesenkt, sieht damit aber nach wie vor "eine deutliche Unterbewertung, eine Vielfalt der Wertschöpfung, eine breite regionale Aufstellung und das Bestehen aller gängigen Vertriebsschienen". Und für den " Spekulant" hat die Aktie am 24.04. "ein lächerlich niedriges KGV von 5" und ist damit "ein klarer Kauf" (Kurs damals 0,95).
Das Marktumfeld wird noch länger schwierig bleiben und man sieht sich selbst "neuen Herausforderungen" gegenüber (die Integrationskosten der übernommenen Spanier und stagnierende Umsätze im Softwarebereich). Und die Kurstendenz gibt auch kein Kaufsignal her, nach unten gibt es nur noch veraltete Unterstützungen. Kurz- und mittelfristig Sell.






