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Zertifikate für MERCK KGAA
| Name | ISIN | Hebel |
|---|---|---|
| Merck MINI Long | NL0006508665 | 8.68 |
| Merck MINI Long | NL0006508657 | 4.92 |
| Merck MINI Long | NL0006355265 | 3.81 |
| Merck MINI Long | NL0006385262 | 2.98 |
| Anzeige | alle anzeigen | Stand: 21.11.2008 |
Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck habe im 2. Quartal erneut von einer hohen Nachfrage nach den wichtigsten Medikamenten Rebif und Erbitux sowie nach Flüssigkristallen profitiert. Allerdings habe der schwache US-Dollar das Wachstum teilweise stark gebremst. Die Gesamterlöse seien um 6,1% auf 1,90 Mrd. EUR gestiegen. Alle 4 Sparten hätten das Wachstum getragen. Organisch habe das Wachstum in der Gruppe 12% betragen. Das operative Ergebnis sei um 15,5% auf 320,5 Mio. EUR geklettert. Die Schätzungen hätten bei durchschnittlich 330 Mio. EUR gelegen.
Die operative Marge habe sich dennoch auf 16,8% (nach 15,5%) verbessern können. Der Gewinn nach Steuern sei von 85,5 Mio. EUR auf 207,4 Mio. EUR gesprungen. Im Vorjahr sei das Ergebnis aber von den hohen Belastungen (Abschreibungen, Integrationskosten), die infolge der milliardenschweren Serono-Akquisition angefallen seien, belastet gewesen. Das Kern-Ergebnis je Aktie (fortzuführende Geschäftsbereiche) habe sich schließlich um 13,3% auf 1,53 EUR verbessert.
Am stärksten negativ hätten sich die negativen Währungseinflüsse in der Sparte LC ausgewirkt. Hier sei der Umsatz in Landeswährung um 21%, in Euro um 7% gestiegen. Flüssigkeitskristalle würden ausnahmslos am Standort Darmstadt produziert, während die Hauptabsatzgebiete in Fernost lägen bzw. zumeist auf US-Dollar fakturiert würden. Merck habe heute Morgen dennoch seine bisherigen Ziele sowie die geplanten Umsatzrenditen bestätigt. Bei einem Ausbleiben weiterer Währungsturbulenzen sei dies auch nachvollziehbar. Merck sei insgesamt gut aufgestellt und habe mit den Q2-Zahlen operativ weitere Erfolge gezeigt. Die Aktie sei mit einem 2009er KGV von rund 15 bezahlt.
Aus Sicht der technischen Analyse überwiegen bei der Aktie von Merck die Chancen, so Andreas Klähn, Technischer Analyst der SEB. Nach dem Kursrückgang befinde sich der Wert an der starken Unterstützung bei 79,02 EUR. Eine weitere, ebenfalls starke Unterstützung liege bei 75,52 EUR. Damit scheine die Aktie gut abgesichert, zumal die mittelfristigen Overbought/Oversold Indikatoren eine Herausnahme der Abwärts-Bewegungsdynamik andeuten würden.
Die längerfristigen Trendindikatoren seien allerdings leicht negativ. Somit sei Merck eher ein spekulativer Kauf. Ein Anstieg bis mindestens 87,63 EUR (im Idealfall bis 93,30 EUR) sei der Aktie in den nächsten Wochen ohne weiteres zuzutrauen. Bestände wie Neupositionen sollten unbedingt mit einem Alarm in Höhe von 75,52 EUR versehen werden. Würde diese Marke - entgegen den Erwartungen der Analysten - signifikant durchbrochen, müssten Positionen glattgestellt werden.
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