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Einlagensicherheit Deutschland
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| Einlagensicherheit Deutschland | 07.10.2008, 11:34 | |
Als Österreicher würden mich die verschiedenen Einlagensicherheiten in Deutschland interessieren, vor allem was Bareinlagen bzw. bei Banken hinterlegte Aktien angeht.
Danke! | JosefS | |
| 07.10.2008, 13:48 | ||
Das Thema scheint momentan viele Leute zu beschäftigen, mich erreichen dazu immer wieder Anfrangen. Ihre Bareinlagen bei Banken sind versichert. Wie hoch, das hängt von dem jeweiligen Institut ab. Sparkassen und Genossenschaftsbanken garantieren die Spar- und Sichteinlagen (Giro & Festgeld) zu 100%. Die großen Privatbanken in Deutschland garantieren jeweils bis zu 30% ihres Eigenkapitals je Kunde, Sie sind dort also mit einigen hundert Millionen versichert. Auch viele kleinere Privatbanken gehören dieser Sicherung an, genaueres über Ihre Bank können Sie unter Bankenverband.de abfragen. | heibel | |
| Einlagensicherung | 07.10.2008, 20:51 | |
Ich meine, im Rahmen der aktuellen Krise hat die jede Einlagensicherung oder andere Garantieerklärung nur noch psychologischen Charakter, weil ein Zusammenbruch mehrerer Großbanken auch den Staat finanziell überfordern würde. Österreich will meines Wissens nach die Höhe der Einlagensicherung anheben, um ein Abwandern von Erspartem nach Deutschland zu verhindern. Schau nach Island: Geht die Kaupthing-Bank (viele Deutsche haben dort ein Tagesgeldkonto) pleite, sie ist mit den anderen großen Islandbanken vernetzt, taugt auch die Garantieerklärung der isländischen Regierung nichts mehr. Die Schuldenlast der drei großen Islandbanken ist ungefähr dreimal so hoch wie das isländische BSP. Beenden möchte ich meinen Kommentar mit einer Meinung aus einer ganz anderen Ecke. Unser Papst - diesmal gebe ich ihm ausnahmsweise recht - meint, dass man Geld nicht allzu wichtig nehmen sollte. Ist es nicht in den letzten Jahren für viele zum Gott geworden? Ob der "deutsche Einlagensicherungsfond" sicherer ist als Garantieerklärungen anderer europäischer Länder, das würde mich sehr interessieren. Welche deutschen Banken stehen gut da? | Maria | |
| Re: Einlagensicherung | 08.10.2008, 10:46 | |
Erstmal danke für die Antworten! Österreich will meines Wissens nach die Höhe der Einlagensicherung anheben, um ein Abwandern von Erspartem nach Deutschland zu verhindern. Man hat hier gestern auf 100.000€ erhöht. Schau nach Island: Geht die Kaupthing-Bank (viele Deutsche haben dort ein Tagesgeldkonto) pleite, sie ist mit den anderen großen Islandbanken vernetzt, taugt auch die Garantieerklärung der isländischen Regierung nichts mehr. Die Schuldenlast der drei großen Islandbanken ist ungefähr dreimal so hoch wie das isländische BSP. Wenn es mal soweit ist, dann dürfte aber auch die jeweilige Landeswährung nix mehr wert sein - dann hilft nur mehr Geldeinlage am anderen Ende der Welt. ;-) Eine echte Pleite in Island hätte aber wohl (auch wenn Island vergleichsweise klein ist) weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Finanzwelt - denn dann ist eine Landespleite nicht mehr nur ein hypothetisches Szenario. Beenden möchte ich meinen Kommentar mit einer Meinung aus einer ganz anderen Ecke. Unser Papst - diesmal gebe ich ihm ausnahmsweise recht - meint, dass man Geld nicht allzu wichtig nehmen sollte. Ist es nicht in den letzten Jahren für viele zum Gott geworden? Grundsätzlich ein interessanter Ansatz - aber Geld sichert nun mal Existenzen. Und gerade in Zeiten wie diesen ist das kein unwichtiger Punkt. | JosefS | |
| 22.10.2008, 13:00 | ||
Hallo JosefS, kurzer Nachtrag noch: Die Pleite eines Landes war, ist und bleibt NIEMALS ein hypothetisches Szenario. So war vor gar nicht allzu langer Zeit erst der Staat Argentinien pleite. Von daher würde ein Staatsbankrott in Island sicher nicht zur Beruhigung der Märkte beitragen, aber zu sagen, dass erst mit einer Pleite Islands ein Staatsbankrott nicht mehr nur ein hypothetisches Szenario sei, ist falsch! ;) Gruß, Sascha! | HuberSascha | |
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